Kleine dezentrale Einheiten können nur gebündelt am Regelenergiemarkt teilnehmen – denn hierfür ist eine Leistung von mindestens fünf MW erforderlich und diese muss zuverlässig und schnell abrufbar sein. Die Next Box macht das möglich, denn sie bündelt die Einzelanlagen im Next Pool und sorgt dafür, dass sie alle zentral steuerbar sind wie ein einziges Kraftwerk. So eröffnet sich auch die Option, Erzeugungsanlagen und Stromverbraucher strompreisorientiert und damit gewinnoptimiert einzusetzen.

Leitsystem

 

Das Leitsystem ist das technologische Herzstück des Virtuellen Kraftwerks Next Pool und wird vollständig von unseren eigenen Systemingenieuren verwaltet. Hier kommen alle Informationen zusammen, die die Next Boxen aller Einheiten und die Übertragungsnetzbetreiber via Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) an uns übermitteln. Sobald die Daten im Leitsystem angekommen sind, werden sie von einem Router-Cluster mit Firewall erneut authentifiziert, entschlüsselt und an der richtigen Stelle abgelegt. 

Datentypen:

Im Leitsystem werden alle Daten hinterlegt und verarbeitet, die nötig sind, um die optimalen Fahrpläne der Stromerzeuger und -verbraucher zu berechnen. Dies sind zum Beispiel:

  • Ist-Leistung

  • Bereitschaft der Anlage oder des Stromverbrauchers

  • Leistungsband für die Regelenergie

  • Gas- oder Wärmespeicher

  • Ist-Temperatur (z.B. bei einem Kühlhaus)

  • Wasserfüllstände (z.B. bei einer industriellen Pumpe)

Regelenergie:

Mit Optimierungs-Algorithmen, die unsere Systemingenieure gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern entwickelt haben, schreiben wir die Fahrpläne und füttern sie zurück ins Leitsystem. Auf Basis dieser Daten wissen wir, wie viel Leistung in unserem Virtuellen Kraftwerk bereitsteht und wie viel Regelenergie wir anbieten können. Unsere bezuschlagten Regelenergiegebote, die Vergabeergebnisse, müssen während der Vorhaltungszeit stets im Next Pool bereitstehen. 

Hierzu wird permanent eine weitere Optimierungsschleife durchgeführt: Das Leitsystem validiert alle Daten aus den Einzelanlagen, indem es prüft, ob und mit welcher Leistung die Anlagen verfügbar sind. Diese Werte werden mit den ÜNB-Sollwerten abgeglichen. Und schließlich werden die Optimierungs-Sollwerte über eine Kommunikationsschnittstelle via M2M-Mobilfunk und SIM-Karte an die Einzelanlagen geschickt, die ihre Leistung entsprechend anpassen.

Strompreisorientierte Fahrweise:

Das Leitsystem ermöglicht auch eine strompreisorientierte Fahrweise von Anlagen: Auf der Basis von Strompreissignalen im Intraday-Handel der Strombörse EPEX Spot können flexible Stromerzeuger wie BHKWs viertelstundengenau hoch- und runtergefahren werden. Diese Anlagen produzieren also immer nur so viel Strom, wie gerade im Netz benötigt wird. Und auch flexible Stromverbraucher wie Industriepumpen fahren durch diesen Mechanismus strommarktorientiert, denn sie verbrauchen ihren Strom dann, wenn er besonders günstig und die Gesamtnachfrage niedrig ist. So kann unser Leitsystem bereits zur Stromnetzstabilisierung beitragen bevor der Einsatz von Regelenergie überhaupt nötig wird.

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